Wirtschaftlichkeitsanalyse nach DIN EN 17463 (VALERI)
Die VALERI-Methodik (Value Analysis of Energy-Related Investments) bewertet Investitionsentscheidungen für Energiesysteme nach standardisierten Kriterien. Sie ermöglicht den Vergleich verschiedener Szenarien (Sanierung, Neubau, Contracting) auf Basis von Lebenszykluskosten, Kapitalwert und internem Zinsfuß. Berater im BVFE-Netzwerk erstellen Wirtschaftlichkeitsanalysen für Entscheidungsträger in Immobilienwirtschaft und Industrie.
Kostenfreie Ersteinschätzung
Der BVFE klärt, ob eine VALERI-Analyse für Ihre Investitionsentscheidung sinnvoll ist und vermittelt qualifizierte Berater.
Die DIN EN 17463 standardisiert die Wirtschaftlichkeitsbewertung energiebezogener Investitionen und ermöglicht transparente Vergleiche. Sie berücksichtigt Kapitalkosten, Betriebskosten, Instandhaltung, Energiepreisentwicklungen und Restwerte über den gesamten Lebenszyklus.
Die Methodik ist insbesondere bei Investitionsentscheidungen über 500.000 Euro Projektvolumen relevant, da sie Unsicherheiten (z. B. Energiepreisentwicklungen, Fördermitteländerungen) transparent abbildet und Sensitivitätsanalysen ermöglicht.
Durchführung einer VALERI-Analyse
Die Wirtschaftlichkeitsanalyse gliedert sich in fünf Schritte:
Schritt 1: Szenariendefinition
Festlegung der zu vergleichenden Varianten (z. B. Bestandserhalt, Teilsanierung, Vollsanierung, Neubau, Contracting). Berater definieren technische Parameter, Investitionskosten und Betriebskonzepte.
Schritt 2: Datenerhebung
Erfassung von Investitionskosten, Energieverbräuchen, Wartungskosten und Nutzungsdauern. Berater berücksichtigen Fördermittel, steuerliche Abschreibungen und Finanzierungskosten.
Schritt 3: Lebenszykluskosten-Berechnung
Berechnung der Gesamtkosten über den Betrachtungszeitraum (typisch 20 bis 30 Jahre) mit Abzinsung auf den Barwert. Berücksichtigung von Energiepreissteigerungen und Inflationsraten.
Schritt 4: Bewertung nach Kapitalwert und internem Zinsfuß
Ermittlung des Kapitalwerts (NPV) und des internen Zinsfußes (IRR) für jede Variante. Szenarien mit positivem Kapitalwert sind wirtschaftlich vorteilhaft.
Schritt 5: Sensitivitätsanalyse
Bewertung der Robustheit der Ergebnisse bei Änderung von Annahmen (z. B. Energiepreissteigerung, Fördermittelhöhe, Zinssatz). Berater stellen dar, unter welchen Bedingungen welche Variante vorteilhaft ist.
Entscheidungsgrundlage und Bericht
Die Wirtschaftlichkeitsanalyse liefert:
Lebenszykluskosten für alle betrachteten Szenarien
Kapitalwert (NPV) und interner Zinsfuß (IRR) je Variante
Amortisationszeit und Energiekosteneinsparung
Sensitivitätsanalyse mit Darstellung von Unsicherheiten
Handlungsempfehlung mit Begründung
Die Analyse dient als Grundlage für Investitionsentscheidungen in Aufsichtsräten, Gesellschafterversammlungen oder Fördermittelgremien.
Zeitlicher Ablauf
Eine VALERI-Analyse dauert in der Regel 4 bis 8 Wochen, abhängig von der Anzahl der betrachteten Szenarien und der Datenverfügbarkeit.
Der Aufwand für das Unternehmen beschränkt sich auf die Bereitstellung von Verbrauchsdaten, Investitionsschätzungen und strategischen Rahmenbedingungen (z. B. Planungshorizont, Finanzierungsstruktur).
Fachkompetenz im Netzwerk
Berater im BVFE-Netzwerk verfügen über Kenntnisse in Investitionsrechnung, Lebenszykluskosten-Analyse und Wirtschaftlichkeitsbewertung nach DIN EN 17463.
Viele sind zusätzlich als Energieberater für Nichtwohngebäude oder als Sachverständige für technische Gebäudeausrüstung qualifiziert.
Ersteinschätzung zu Investitionsentscheidungen anfordern
Die Ersteinschätzung klärt, ob eine VALERI-Analyse für Ihre Investitionsentscheidung sinnvoll ist und welcher Betrachtungszeitraum angemessen erscheint. Der BVFE vermittelt Berater, die Szenarien nach Lebenszykluskosten bewerten und Sensitivitätsanalysen für Entscheidungsgremien aufbereiten. Nach Eingang Ihrer Anfrage meldet sich der Bundesverband innerhalb von zwei Werktagen.
Bundesverband zur Förderung der Energieeffizienz e.V.
Unser Ziel ist der Klimaschutz durch die Reduzierung von CO₂-Emissionen in der Industrie und im Gewerbe.