Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) verpflichtet seit November 2023 Unternehmen mit einem Jahresenergieverbrauch über 7,5 GWh, bis Ende 2025 entweder ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 einzuführen oder sich nach EMAS registrieren zu lassen. Unternehmen mit mehr als 2,5 GWh Jahresverbrauch müssen bis Ende 2028 nachziehen.
Zusätzlich verschärft das EnEfG die Anforderungen an Rechenzentren: Betreiber mit mehr als 300 kW installierter IT-Leistung müssen ein Energiemanagementsystem implementieren und Abwärmenutzungskonzepte vorlegen.
Die Zertifizierung erfolgt durch akkreditierte Stellen (z. B. TÜV, DQS, DEKRA) nach einem dreijährigen Zyklus mit jährlichen Überwachungsaudits.
Die Implementierung eines Energiemanagementsystems dauert in der Regel 6 bis 12 Monate ab Projektbeginn. Die Vorbereitungsphase bis zum Zertifizierungsaudit nimmt mindestens drei Monate in Anspruch, da das System vor der Zertifizierung eine Vollständigkeitsprüfung durchlaufen muss.
Der interne Aufwand ist höher als bei einem Energieaudit: Ein Energiemanagementbeauftragter benötigt je nach Unternehmensgröße 10 bis 30 Prozent seiner Arbeitszeit für die Systembetreuung. Zusätzlich sind Fachabteilungen (Produktion, Controlling, Instandhaltung) in die Maßnahmenumsetzung eingebunden.
Berater im BVFE-Netzwerk verfügen über Zertifizierungen als Energiemanagementbeauftragter nach ISO 50001 oder als Lead-Auditor für Managementsysteme. Viele sind zusätzlich als Energieeffizienzauditor (TÜV) qualifiziert.
Die Begleitung erfolgt durch erfahrene Berater, die bereits mehrere Zertifizierungen erfolgreich abgeschlossen haben und mit den Anforderungen verschiedener Zertifizierungsstellen vertraut sind.
Die Ersteinschätzung klärt, ob für Ihr Unternehmen eine Einführungspflicht nach EnEfG besteht und welcher Implementierungsaufwand zu erwarten ist. Der BVFE ordnet ein, ob die Schwellenwerte (7,5 GWh bzw. 2,5 GWh Jahresenergieverbrauch) erreicht werden und vermittelt Berater mit Zertifizierung als Energiemanagement- beauftragter oder Lead-Auditor. Nach Eingang Ihrer Anfrage meldet sich der Bundesverband innerhalb von zwei Werktagen.